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Gram-Schmidtsches Orthogonalisierungsverfahren ArtikelDas Gram-Schmidtsche Orthogonalisierungsverfahren ist ein Verfahren in der linearen Algebra, um aus einer beliebigen Basis {b1,...,bn} eines Vektorraums eine Orthonormalbasis für diesen Vektorraum zu konstruieren.
Die Methode ist nach Jorgen Pedersen Gram (1850-1916) und Erhard Schmidt benannt. Aber sie ist älter: sie kann in den Werken von Pierre-Simon Laplace und Augustin Louis Cauchy nachgewiesen werden.
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Es sei U ein linearer Unterraum von V, wobei V ein Verktorraum sei. (b1,..., bn) sei eine Basis von U; folglich gilt U = Spann (b1,..., bn).
Wir suchen eine Konstruktion einer Orthogonalbasis bzw. einer Orthonormalbasis (u1,..., un) für U.
Unser Ansatz ist rekursiv: Sind die Vektoren u1,..., ui-1 bereits bekannt, genügt es, von bi eine Linearkombination der Vektoren u1,..., ui-1 in geeigneter Weise abzuziehen.
Wir erhalten dann einen Vektor, der auf u1, ..., ui-1 senkrecht steht:
Bilden wir das Skalarprodukt mit uk mit k = 1, ..., i-1, erhalten wir:
Mit ergeben sich die folgenden Verfahren:====Konstruktion eines OGS====
Durch die folgende Konstruktionsvorschrift entsteht rekursiv ein Orthogonalsystem {u1,..., un}:
- u1 = b1
- für j = 2,3,..., n
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Durch die folgende Konstruktionsvorschrift entsteht rekursiv ein Orthonormalsystem {u1,..., un}:
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Die Schritte (2) und (3) werden für alle i aus {2, ..., n} durchlaufen. Schritte (1) und (3) führen jeweils zu einer Normierung der Vektoren ui auf die Länge 1. Vor Schritt (2) beim i-ten Durchlauf bilden die Vektoren {u1, ..., ui-1} jeweils eine Orthonormalbasis. In Schritt (2) wird nun ein Vektor vi so hinzugefügt, dass er orthogonal auf den Vektoren u1 bis ui-1 steht und mit diesen den gleichen Raum aufspannt wie die Vektoren b1 bis bi (also auch wie die Vektoren u1, ..., ui-1, bi). Dies wird dadurch erreicht, dass vom Vektor bi alle Projektionen auf die Vektoren u1 bis ui-1 abgezogen werden. Dadurch werden alle von der bisherigen Basis {u1, ..., ui-1} linear abhängigen Anteile abgezogen, der resultierende Vektor vi steht orthogonal auf allen bisherigen Vektoren.
Die Reihenfolge der entstehenden Vektoren hängt dabei ca. von der Basis ab, von der man ausgeht. Man kann sich zu einer Basis eine andere Basis konstruieren, so dass dieselben orthonormalen Vektoren entstehen, ca. in einer anderen Reihenfolge.
Im Allgemeinen erhält man durch das Verfahren kein besonders ausgezeichnetes System, aber in dem kann man daraus durch Umordnung ein Rechts- oder Linkssystem erhalten.
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Eine besonderes Merkmal der OGS/ONS nach den beiden beschriebenen Vorgehensweisen ist, dass alle Teilräume Spann (b1,..., bi) für i = 1,..., n orthogonalisiert werden. Somit bildet (u1,..., ui) hierfür eine Orthogonalbasis bzw. eine Orthonormalbasis.
Berechnet man ein ONS von Hand, ist es häufig einfacher, zunächst ein OGS zu erstellen und dann die einzelnen Vektoren zu normieren. Hierduch spart man sich das zweifache Normieren und kann häufig mit einfacheren Werten rechnen. Gegebenenfalls lohnt es sich, vor dem Erstellen des OGS/ONS das Gaußsche Eliminationsverfahren durchzuführen.
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